Erste legale Cannabis-Boutique mit CBD Gras in Zürich eröffnet

Erste legale Cannabis-Boutique mit CBD Gras in Zürich eröffnet

Sechs Sorten Cannabis bietet der neue Green-Pas­sion-Laden beim Zürcher Lochergut an. Kun­den kaufen es aber nicht nur, um es zu rauchen.

Sechs ver­schiedene Blüten­sorten, Cannabis-Öl und ‑Pul­ver – dies bieten Agi Petro­va und Ihr Fre­und im ersten Zürcher Cannabis­shop an.

 

Ihr Geschäftspart­ner arbeit­et seit mehreren Jahren an der Zucht von legalem Cannabis. Den Traum der Selb­st­ständigkeit kon­nten sie sich nun erfüllen. Seit weni­gen Wochen haben sie den ersten Green-Pas­sion-Laden an der Baden­er­strasse beim Zürcher Lochergut eröffnet.

«Das Konzept unseres Ladens ist in Zürich einzi­gar­tig – wir bieten diverse For­men des legalen Cannabis an», so die 22-jährige Petro­va. Dabei han­dle es sich um biol­o­gis­che Pro­duk­te aus Schweiz­er Anbau.

 

Die Kun­den wür­den die Blüten zum Beispiel rauchen, damit kochen oder benutzten das Öl für ein Bad – «die Anwen­dungsmöglichkeit­en sind sehr vielfältig». Das Feed­back sei bis jet­zt sehr pos­i­tiv: «Wir haben Kun­den im Alter von 18 bis 84 Jahren», sagt Petro­va.

THC-Wert unter einem Prozent

Es habe aber auch schon Kun­den gegeben, die sich beschw­ert hät­ten, dass sie nicht geflasht gewe­sen seien. Grund dafür ist der tiefe THC-Wert, der unter einem Prozent sein muss, damit das Pro­dukt legal verkauft wer­den kann. «Wir wollen auch kein Kif­fer­laden sein», so Petro­va. Daher biete man auch nur das Roh­pro­dukt und keine Raucheac­ces­soires an. «Wir wollen die Angst nehmen von der bösen Droge», sagt Petro­va. Im Fokus ste­he daher stets der Inhaltsstoff Cannabid­i­ol (CBD).

So ist das Mot­to auch «Alles, was das CBD-Herz beegehrt». Dieses soll unter anderem für eine entspan­nende Wirkung sor­gen. Dies bestätigt man auch beim Bun­de­samt für Gesund­heit BAG: «Gemäss Fall­stu­di­en soll CBD eine entspan­nende Wirkung haben», so Medi­en­sprech­er Adrien Kay.

 

Unter Umstän­den könne dies auch einen pos­i­tiv­en Effekt auf Schmerzen haben. «Eine wis­senschaftliche Evi­denz beste­ht aber noch nicht», sagt Kay.

Kunde muss auf Untersuchung bestehen

Das Cannabis mit einem THC-Gehalt unter einem Prozent ist zwar legal, führt aber bei ein­er Polizeikon­trolle trotz­dem zu ein­er Unter­suchung: «Wir kön­nen auf­grund des Geruchs und Ausse­hens nicht beurteilen, wie hoch der THC-Gehalt ist», sagt Judith Hödl von der Stadt­polizei Zürich. Wenn die Per­son jedoch angebe, dass es sich dabei um weniger als ein Prozent han­dle, müsse man ein ordentlich­es Ver­fahren beim Stadtrichter­amt ein­leit­en. Somit kön­nen wir keine Ord­nungs­busse mehr von 100 Franken ausstellen.

«Ergibt die Unter­suchung einen THC-Wert von über einem Prozent, kommt es beim Stadtrichter­amt zu ein­er Verzei­gung», so Hödl. Neben ein­er Busse würde dann auch die Analy­sekosten in Rech­nung gestellt wer­den. «Liegt der Wert unter einem Prozent, wird das Ver­fahren durch den Stadtrichter eingestellt und über die Rück­gabe des sichergestell­ten Cannabis entsch­ieden», sagt Hödl. Diese Regelung werde im ganzen Kan­ton Zürich so angewen­det.