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Die Geschichte und Entstehung von CBD-dominanten Cannabissorten

Veröffentlicht am 19. Dezember 2023

Cannabidiol (CBD) war nach Tetrahydrocannabinol (THC) für lange Zeit das zweithäufigste und weitgehend unbekannte Cannabinoid in Cannabis. Das Auftauchen von Sorten mit hohem CBD-Gehalt auf dem Markt kam erst rund ab dem Jahr 2014 in der breiten Bevölkerung auf und hat in den letzten Jahren zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage und der Etablierung neuer Produkte wie z.B. CBD-Blüten, CBD-Hasch oder CBD-Kosmetik geführt. Davor wurde Cannabis vor allem auf einen möglichst hohen THC-Gehalt hin gezüchtet, um ein möglichst potentes «High» zu erzeugen.

Es gibt aber auch eine grosse Gruppe von Cannabis-Konsumenten, welche nicht oder nicht nur an den psychoaktiven Eigenschaften von Cannabis interessiert sind, sondern einen klaren Kopf bewahren möchten und deshalb andere Wirkungen bevorzugen. Dieses veränderte Interesse und Konsumverhalten hat einige Cannabiszüchter dazu veranlasst hat, sich auf die Vermehrung und Verbreitung von CBD-dominanten Hanfsorten zu konzentrieren. Zudem wurden auch verschiedene medizinische und therapeutische Vorteile von CBD entdeckt und erforscht. Dank der Pionierarbeit einiger weniger mutiger Wissenschaftler und Züchter sind heute eine vielzahl CBD-dominanter Hanfsorten erhältlich, welche es erlauben, den Wirkstoff aus der Pflanze zu extrahieren oder um den Geschmack und die Bedürfnisse einer neuen Generation von CBD-Liebhabern zu befriedigen.

Eine CBD-dominante Cannabissorte kann zwischen 4 und 25 Volumenprozent Cannabidiol enthalten. Im Onlineshop von Green Passion zum Beispiel finden sich einige Sorten CBD-Blüten mit dem höchsten je gemessenen CBD-Gehalt weltweit, z.B. die Sorte Passion Haze (>23%). Durch jahrelange Selektion und Kreuzung haben es Cannabiszüchter geschafft, Sorten spezifisch auf einen hohen CBD-Gehalt hin zu züchten.

Der Verdienst hierfür geht unter anderem Geoffrey Guy, MD, und die Gründung von GW Pharmaceuticals im Jahr 1998 in Großbritannien zurück. Als Mitglied der International Cannabis Research Society (ICRS) und mit einem Zuschuss der britischen Regierung für den Anbau von Cannabis suchten Guy und sein Team nach einer Vielzahl von CBD-dominanten Cannabissorten, die sie extrahieren und isolieren konnten. Sie fanden ihre Sorten über ein niederländisches Saatgutunternehmen namens HortaFarm, das von den im Ausland lebenden Cannabislegenden Robert Clarke und David Watson gegründet wurde. Diese zu diesem Zeitpunkt noch namenlosen, in den Niederlanden gezüchteten CBD-dominanten Sorten gehörten zu den ersten, die jemals spezifisch auf einen hohen CBD-Gehalt und die Extraktion dieses Wirkstoffes ausgewählt wurden.

Mit der Verabschiedung der kalifornischen Proposition 215 (auch bekannt als “Compassionate Use Act”) im Jahr 1996 verlagerte sich das Interesse an CBD an die Westküste der USA. Was in Großbritannien geschah, verbreitete sich durch einige der ersten Publikationen, die über cannabinopathische Medizin berichteten. O’Shaughnessy’s, eine kalifornische Publikation, die nach dem irischen Arzt benannt ist, dem es zugeschrieben wird, Cannabis in die westliche Medizin eingeführt zu haben, war eine der ersten, die GW Pharmaceuticals für die Auswahl und Zucht von CBD-dominanten Sorten und die Isolierung von CBD lobte.

Erst mit der Gründung von Harborside Health in Oakland, Kalifornien, im Jahr 2006 durch Steve DeAngelo begannen die CBD-Sorten an der Westküste wieder aufzutauchen. Bis 2009 nutzte Harborside Health die Gaschromatographie durch Steep Hill Labs, um die Cannabinoid-Potenz zu testen. In diesen Labors wurden einige der ersten jemals verifizierten CBD-reichen Sorten entwickelt. Im Jahr 2010 begann Project CBD, sich an Farmer zu wenden, die CBD-dominante Sorten zum Testen eingereicht hatten, um sie zu erhalten. Dieser neue Enthusiasmus der Westküste für CBD-Genetik führte zu einigen der ersten stabilen CBD-dominanten Sorten überhaupt.

Einer der unbestrittenen Verfechter der CBD-Bewegung in Nordkalifornien ist Kevin Jowdry, Direktor und Eigentümer von Wonderland Nursery in Humboldt, Kalifornien. In einem Interview auf dem Seattle Hempfest 2015 führte Jowdry das Aufkommen von stabilen CBD-dominanten Sorten auf zwei verschiedene Ereignisse zurück. Das erste war die Einführung der Cannatonic-Linie von Resin Seeds auf der Spannabis-Messe in Barcelona im Jahr 2008. Die Fähigkeit von Cannatonic als Chemotyp, eine konsistente Bandbreite an Nachkommen mit hohem CBD-Gehalt aufzuweisen, die auf der gesamten Potenzskala von 1:1 bis 18:1 (CBD-dominant) landen, machte sie zu einem erstklassigen Kandidaten für Zuchtprojekte.

Laut Jowdry gab Jaime, der Besitzer von Resin Seeds, diese Genetik an einen Züchter in Kalifornien weiter, der den ersten US-Cannatonic-“Sift”- oder genetischen Sektionsprozess durchführte. Die CBD-Variabilität der Cannatonic-Linie wurde durch die Hybridisierung mehrerer Untersorten genutzt. Einige der Renner, die aus diesem Kataklysmus der CBD-Genetik hervorgingen, waren die C6-Linie (bekannt für ihr beständiges CBD/THC-Verhältnis von 18:1) sowie ACDC, die zu den ersten begehrten CBD-Blütensorten gehörte.

Zufälligerweise züchtete Lawrence Ringo vom Southern Humboldt Seed Collective ebenfalls auf stabilisiertes CBD und nachdem er seine “Swiss Gold Genetics” auf CBD-reiche Marker getestet hatte, schuf er das, was als “Sour Tsunami” bekannt werden sollte. Kevin Jowdry arbeitete über Wonderland Nursery eng mit beiden Züchtern zusammen, um CBD-dominante Klone bzw. Stecklinge für ganz Nordkalifornien und das Smaragd-Dreieck anzubieten.

Im Rahmen der CBD-Zuchtprojekte in Nordkalifornien entstanden zwei unterschiedliche Anbau- und Vermehrungsmuster. Am einen Ende standen die stabilisierten Cannatonic-Sorten, die fast ausschließlich für die Ölproduktion gezüchtet wurden. Diese Sorten wiesen oft ungenießbare Terpenprofile auf, die vor allem aus überhöhten Myrcen- und Caryophyllenwerten bestanden. Die Cannatonic-Linie, insbesondere die C6-Linie, war als ertragreiche Sorte bekannt, aber nicht sehr geschmacksintensiv. Für die Ölproduktion war ein weniger attraktives Geschmacksprofil kein Problem, da die beliebteste Methode für die Extraktion von CBD-Ölen in medizinischer Qualität typischerweise subkritisches C02 ist (was Terpene sowieso abtötet). Für CBD-Blüten jedoch ist der Geschmack und somit das Terpenprofil jedoch essenziell.

Für die Herstellung von rauchbaren CBD-Blüten wurden die schmackhafteren Linien Sour Tsunami und Harlequin gezüchtet. Im Gegensatz zu den Cannatonic-Sorten wiesen diese Sorten einen höheren Limonen- und Pinengehalt auf und zeigten damit wünschenswertere aromatische Eigenschaften. Obwohl sie einen geringeren Ertrag erbrachten, waren diese Sorten wesentlich attraktiver für zum Rauchen und wiesen (in einigen Fällen) einen höheren THC-Anteil auf, was zu ihrem Popularitätsanstieg auf dem eher auf rekreativen Verbrauchermarkt beitrug.

CanabisHistory_GreenPassion

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