Die Geschichte von Cannabis

Hanf, lateinisch Cannabis, gilt als eine der ältesten Kul­turpflanzen der Welt. Durch ein Ver­bot in den 1920er Jahren sind seine pos­i­tiv­en Eigen­schaften als Nutzpflanze weit­ge­hend in Vergessen­heit ger­at­en. Lesen Sie, welchen Nutzen die Pflanze als Lebens­mit­tel, Arzneimit­tel oder Rohstoff hat und warum sie ver­boten wurde.

 

Bere­its um 10’000 v. Chr. wurde Hanf in Chi­na als Nutz- und Heilpflanze kul­tiviert. Die nährstof­fre­ichen Samen dien­ten als wichtiges Nahrungsmit­tel, die Fasern als Rohstoff. Als Arzneimit­tel z.B. gegen Malar­ia, Rheuma und viele andere Lei­den fand Hanf erst­mals um 2’300 v. Chr. Erwäh­nung. Von Chi­na aus ver­bre­it­ete sich Hanf in der ganzen Welt. Wie der “deutsche Han­fver­band” berichtet, sind die ältesten Funde von Han­f­samen in Europa etwa 5’500 Jahre alt und stam­men aus dem Raum Tübin­gen.

 

Von der Antike bis in die Neuzeit diente Hanf als wichtiger Rohstoff. Karl der Grosse erliess um 800 n. Chr. eine Landgüter­verord­nung, die auch den Hanf-Anbau regelte. Ab dem 13. Jahrhun­dert stellte man in Europa aus Hanf Papi­er her. Es ent­standen die ersten Papier­mühlen und Guten­berg druck­te seine berühmte Bibel auf Hanf­pa­pi­er.

Kriminalisierung und Legalisierung

Wie kommt es, dass Cannabis als «gefährliche Droge» in Ver­ruf gekom­men ist, nach­dem die Pflanze seit Jahrtausenden durch die Men­schheit für ver­schieden­ste Zwecke genutzt wurde? Der Ursprung der Cannabis-Krim­i­nal­isierung liegt in den USA der 20er und 30er Jahre.

 

1937 trat das «Cannabis-Steuerge­setz» in Kraft, ange­blich zur Dro­gen­bekämp­fung. Es belegte den Kauf von Cannabis mit ein­er absurd hohen Steuer von 100 Dol­lar pro Unze. Die Cannabis-Steuer spülte keinen Dol­lar in die Staatskasse, aber das war auch nicht Sinn und Zweck der Übung.

 

Wie man heute weiss, war die Cannabis-Krim­i­nal­isierung kein Anliegen von Gesund­heit­spoli­tik­ern und Medi­zin­ern. Die Mar­i­hua­na-Steuer wurde an der «Amer­i­can Med­ical Asso­ci­a­tion (AMA)» vor­bei und am 14. Juni 1937 mit ein­er aktenkundi­gen Lüge («Die AMA stimmt vol­lkom­men zu!») durch den Kongress geschleust.

 

Die Zen­trale Fig­ur der Cannabis-Pro­hi­bi­tion war Har­ry J. Anslinger (übri­gens ein Ein­wan­der­er mit Schweiz­er Wurzeln). Anslinger weibelte als «Com­mis­sion­er of Nar­cotics» von 1930 bis 1962 für eine umfassende inter­na­tionale Äch­tung des Cannabis. Schon fünf Jahre nach der Mar­i­hua­na-Steuer erwirk­te er 1942 ein Ver­bot phar­mazeutis­ch­er Cannabis-Pro­duk­te in den USA.

Konzerninteressen gegen Cannabis

Har­ry J. Anslinger wirk­te im Sinne seines Schwiegeronkels Andrew W. Mel­lon. Mel­lon war von 1921 bis 1932 Finanzmin­is­ter in den USA. Unter seinem Ein­fluss wurde 1930 das «Fed­er­al Bureau of Nar­cotics» geschaf­fen und Anslinger zu dessen Leit­er gemacht. Anslinger diente und nutzte in dieser Funk­tion sowohl Mel­lons Finanzgeschäften in der Auto­mo­bil- und der Ölin­dus­trie als auch den Konz­ern­in­ter­essen von Du Pont (Chemie) und Gen­er­al Motors (Auto­mo­bile), bei­de im Besitz bzw. unter Kon­trolle von Pierre S. du Pont.

 

Du Pont pro­duzierte Chemiefasern und Kun­st­stoffe (wie z.B. Nylon, paten­tiert 1938) sowie Zusatzstoffe für Ben­zin und Sul­fite für Holz­pa­pi­er. Dies wiederum traf sich mit den wirtschaftlichen Inter­essen des Ver­legers William R. Hearst. Hearst besass die grösste Zeitungs­kette Amerikas sowie Wälder und Papier­fab­riken. Als neue Ern­temaschi­nen eine rentable Papier­her­stel­lung aus Hanf ver­sprachen, ent­fes­selte die Hearst-Presse eine gigan­tis­che Desin­for­ma­tion­skam­pagne. Sie ver­bre­it­ete z.B., dass Schwarze und Mexikan­er im Mar­i­hua­na-Rausch weisse Frauen verge­waltigten.

Die Geschichte von Cannabis

Das wahre Ziel der Cannabis-Krim­i­nal­isierung lag darin, den Indus­triehanf als Liefer­an­ten von Papi­er, Bio-Fasern und Bio-Energie auszuschal­ten. Dass dabei auch die medi­zinis­che Land­schaft umpflügt wurde, war nur ein Kol­lat­er­alschaden.

Zwis­chen 1850 und 1937 hat­ten die offiziellen amerikanis­chen Arzneimit­tel­büch­er Cannabis als Heilmit­tel bei über 100 Krankheit­en emp­fohlen. Um 1900 macht­en Cannabis­prä­parate in den USA 50% aller verkauften Medika­mente aus. Bis 1937 bestanden Muskel­sal­ben und Rheumapflaster vor­wiegend aus Cannabisauszü­gen. Alle diese Arzneimit­tel ver­schwan­den im Zuge der Cannabis-Krim­i­nal­isierung.

 

In der Schweiz war Cannabis noch bis Anfang der 70er Jahre eine Mono­grafie des amtlichen Arzneibuch­es (Phar­makopöe). Apotheken pflegten z.B. Hüh­n­er­au­gen-Prä­parate mit Cannabis herzustellen.

 

Die Legal­isierung von Cannabis ist weltweit im Gange. Über die Hälfte aller US-Bun­desstaat­en haben die ein­stige «Droge» mit­tler­weile ganz oder teil­weise legal­isiert, während sich Kana­da zum grössten vol­l­le­gal­isierten Cannabis­markt der Welt entwick­elt hat. In Europa ist rezeptpflichtiges Cannabis zum Beispiel bere­its in Deutsch­land, Por­tu­gal, Ital­ien, Griechen­land, Gross­bri­tan­nien, Hol­land, Nor­we­gen, Finn­land, Polen, Tschechien, Zypern, Kroa­t­ien und Nord­maze­donien mit gerin­geren Ein­schränkun­gen erhältlich als in der Schweiz.

Hierzu wurde 1936 sog­ar eigens ein Film namens «Reefer Mad­ness» pro­duziert:

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