CBD als Lebensmittel

Cannabis, Hanfextrakte und Cannabinoide als Lebensmittel

Lebens­mit­tel mit Han­fex­trak­ten oder Cannabi­noiden (wie CBD) liegen auch in der Schweiz im Trend. Bei Cannabi­noiden und Han­fex­trak­ten han­delt es sich jedoch grund­sät­zlich um neuar­tige Lebens­mit­tel, weshalb sie gemäss Auf­fas­sung ver­schieden­er Behör­den­stellen nicht nach Belieben Lebens­mit­teln beigegeben bzw. als solche bewor­ben wer­den kön­nen.

Cannabis, Hanfextrakte und Cannabinoide als Lebensmittel

Wer Lebens­mit­tel mit Han­fex­trak­ten oder Cannabi­noiden in Verkehr brin­gen oder als Lebens­mit­telzu­tat ver­wen­den möchte, muss beacht­en, ob diese Lebens­mit­tel als neuar­tige Lebens­mit­tel gel­ten. Dies ist dann der Fall, wenn sich nicht nach­weisen lässt, dass das Lebens­mit­tel bere­its vor dem 15. Mai 1997 in der Schweiz oder in der EU in nen­nenswertem Umfang kon­sum­iert wurde.

 

Weit­er­hin ist zu beacht­en, dass Teile der Hanf­pflanze das Cannabi­noid THC enthal­ten. Der Kon­sum dieser Sub­stanz hat psy­choak­tive Wirkun­gen. Deshalb sind in der Kon­t­a­m­i­nan­ten­verord­nung (VHK) Höch­st­ge­halte fest­gelegt, die nicht über­schrit­ten wer­den dür­fen. Zudem dür­fen Erzeug­nisse aus Hanf nicht unter die Heilmit­telge­set­zge­bung (HMG) fall­en, wenn sie als Lebens­mit­tel zuge­lassen wer­den sollen.

Hanf (Cannabis sativa L.): Kein neuartiges Lebensmittel

Fol­gende Erzeug­nisse aus Cannabis-sati­va-Samen gel­ten zum Beispiel nicht als neuar­tige Lebens­mit­tel:

 

  • Han­f­samen
  • Han­f­samenöl
  • Han­f­samen­mehl
  • ent­fet­tete Han­f­samen

 

Für diese Pro­duk­te kon­nte in der EU nachgewiesen wer­den, dass sie bere­its vor dem 15. Mai 1997 als Lebens­mit­tel ver­wen­det wur­den. Sie sind somit klar nicht bewil­li­gungspflichtig. Für übrige Pro­duk­te auf Hanf­ba­sis ist somit eine Zulas­sung als neues Lebens­mit­tel min­destens zu prüfen.

Für Cannabis sativa-Tee gilt:

Kräuter­tee aus Blät­tern der Hanf­pflanze gilt grund­sät­zlich in der Schweiz nicht als neuar­tiges Lebens­mit­tel. Wer aus dem Kraut gewonnenen Kräuter­tee her­stellen, importieren oder in Verkehr brin­gen möchte, muss den Nach­weis erbrin­gen, dass dieser Kräuter­tee bere­its vor dem 15. Mai 1997 in nen­nenswerten Men­gen als Lebens­mit­tel kon­sum­iert wurde und daher nicht als neuar­tiges Lebens­mit­tel einzustufen ist.

Extrakte aus Cannabis sativa L. (Hanfextrakte)

Aus den ver­schiede­nen Pflanzen­teilen von Cannabis sati­va L. und mit­tels unter­schiedlich­er Extrak­tion­s­meth­o­d­en kön­nen Extrak­te mit sehr unter­schiedlichen Zusam­menset­zun­gen gewon­nen wer­den.

 

Han­fex­trak­te, die Cannabi­noide enthal­ten, sind im Nov­el Food Cat­a­logue der Europäis­chen Kom­mis­sion als neuar­tige Lebens­mit­tel aufge­führt, da die Ver­wen­dung als Lebens­mit­tel vor dem 15. Mai 1997 nicht nach­weis­bar sei. Nach Auf­fas­sung ver­schieden­er Behör­den­stellen gel­ten solche Han­fex­trak­te wie auch Pro­duk­te, die Han­fex­trak­te als Zutat enthal­ten, als neuar­tige Lebens­mit­tel und kön­nen nur mit ein­er Bewil­li­gung durch das BLV oder ein­er Zulas­sung durch die Europäis­che Kom­mis­sion in Verkehr gebracht wer­den.

Cannabinoide, insbesondere Cannabidiol (CBD)

In Teilen der Hanf­pflanze find­en sich von Natur aus über achtzig so genan­nte Cannabi­noide. Die wichtig­sten sind das psy­chotrope Delta-9-Tetrahy­dro­cannabi­nol (THC) und das nicht psy­chotrope Cannabid­i­ol (CBD).

 

Für die Einzel­sub­stanzen der Cannabi­noide wurde gemäss behördlich­er Auf­fas­sung bis anhin wed­er in der Schweiz noch in der EU vor dem 15. Mai 1997 ein nen­nenswert­er Verzehr als Lebens­mit­tel belegt. Deshalb seien fol­gende Sub­stanzen als neuar­tiges Lebens­mit­tel zu beurteilen:

 

  • Cannabi­noide aus Hanf­pflanzen (Cannabis sati­va L.)
  • Cannabi­noide aus jed­er anderen Pflanze, die Cannabi­noide enthält
  • syn­thetisch hergestellte Cannabi­noide

 

Cannabi­noide sind wie auch die Han­fex­trak­te im Nov­el Food Cat­a­logue der Europäis­chen Kom­mis­sion als neuar­tige Lebens­mit­tel aufge­führt. Sie kön­nen fol­glich grund­sät­zlich nur mit ein­er Bewil­li­gung durch das BLV oder ein­er Zulas­sung durch die Europäis­che Kom­mis­sion in Verkehr gebracht wer­den.

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