Du liest einen Artikel oder eine Produktbeschreibung und dir fliegen Begriffe wie „Live Resin“ oder „Phenos“ um die Ohren. Klingt professionell, aber irgendwie weisst du gar nicht genau, was die bedeuten. Denn hast du eine Ahnung, was der Unterschied zwischen einem „Batch“ und einem „Pheno“ ist?
Keine Sorge, du bist nicht allein. Die Hanf-Welt hat ihren ganz eigenen Begriff entwickelt. Nennen wir es mal eine Mischung aus botanischen Fachbegriffen, Labor-Jargon und Street-Culture. Um allen eine kleine Hilfe zu geben, habe ich dieses Glossar als kleinen Guide zusammengetragen. Den hätte ich mir selbst gewünscht, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Hier findest du die absoluten Basics bis hin zu den Begriffen, bei denen selbst erfahrene Grower kurz grübeln müssen. Damit weisst du beim nächsten Mal genau, was in deine Bag kommt.
A wie Anfang: Die ersten Begriffe im Check
Auch wenn du dich schon ein bisschen auskennst, gibt es immer noch Begriffe, bei denen man kurz stockt. Fangen wir vorne an.
- 420: Das wohl bekannteste Code-Wort der Cannabis-Kultur. Ursprung ist umstritten, aber 4:20 Uhr gilt als ikonischer Zeitpunkt in der Szene. Heute steht «420 friendly» auf Produktseiten oder Profilen als Signal für eine offene Haltung gegenüber Cannabis.
- Auto-flower: Eine Pflanzenart, die unabhängig vom Lichtzyklus blüht, weil Ruderalis-Gene enthalten sind. In der Growszene ein riesiges Thema, weil die Ernte schneller reif ist.
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Aroma: Auf legalen CBD-Produkten oft als Bezeichnung für Blüten oder Blütenmischungen zu finden, die nicht zur Einnahme bestimmt sind, sondern als Raumduft oder Deko vermarktet werden.
B wie Basics, die jeder kennen sollte
Blunt ist wohl einer der meistgenannten Begriffe überhaupt. Im klassischen Sinne bezeichnet es eine Zigarren-Hülle, die mit Hanf-Material gefüllt wird. Im legalen CBD-Bereich taucht der Begriff manchmal für Aromablüten-Produkte auf, die optisch ähnlich aussehen, aber komplett andere Zwecke haben.
Dann wäre da noch Bud . Gemeint sind die Blütenstände der Hanfpflanze, also das, was du als CBD-Blüte im Shop findest. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet schlicht «Knospe». In der Szene sagt man genauso oft «Bud» wie «Blüte».
- Batch: Charge eines Produkts, oft auf Lab-Reports und Produktetiketten angegeben, damit man die Testergebnisse zuordnen kann.
- Broad Spectrum: Eine Extrakt-Kategorie, bei der mehrere Cannabinoide enthalten sind, aber THC gezielt entfernt wurde, sodass der Gehalt unter dem gesetzlichen Limit bleibt.
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Budder: Eine weiche, cremige Konsistenz bei Hanfextrakten. Der Name kommt vom Aussehen, das an Butter erinnert.
C wie CBD und Co.
Kernbegriff schlechthin: CBD steht für Cannabidiol, ein natürlich vorkommendes Cannabinoid in der Hanfpflanze. CBD-Produkte findest du als Öle, Kapseln, Kosmetika oder eben Blüten. Rechtlich ist CBD in der Schweiz zulässig, solange der THC-Gehalt unter 1 % bleibt.
CBG (Cannabigerol) und CBN (Cannabinol) sind weitere Cannabinoide, die in Produkten auftauchen. CBG wird oft als «Mutter der Cannabinoide» bezeichnet, weil andere Cannabinoide daraus entstehen. CBN entsteht durch den Abbau von THC und findet sich vor allem in älterem Pflanzenmaterial. Wenn dich CBG-Blüten interessieren, lohnt sich ein Blick auf das CBG-Sortiment bei Green Passion .
- Cannabinoide: Die Wirkstoffgruppe der Hanfpflanze. Über 100 verschiedene sind bekannt, CBD und THC sind die bekanntesten.
- Cannabinoid-Profil: Die genaue Zusammensetzung aller enthaltenen Cannabinoide in einem Produkt, üblicherweise auf dem Lab-Report aufgeführt.
- Crumble: Eine trockene, krümelige Extrakt-Konsistenz. Einer der vielen Konsistenz-Begriffe, die aus der amerikanischen Szene übernommen wurden.
- Cure / Curing: Der Trocknungs- und Reifeprozess von Hanfblüten nach der Ernte. Gutes Curing beeinflusst Aroma, Textur und Qualität erheblich.
D wie Details, die den Unterschied machen
Dispensary ist eigentlich ein amerikanischer Begriff für lizenzierte Cannabis-Shops. In Deutschland und der Schweiz wird er manchmal salopp für CBD-Shops verwendet, obwohl das streng genommen nicht korrekt ist.
Interessant ist auch Dab bzw. Dabbing: Damit ist eine Konsumart für Extrakte gemeint, die in der Szene bekannt ist. Der Begriff taucht in Reviews und Foren regelmässig auf, stellt aber keine Verwendungsanleitung dar.
- Dichte: In der Szene ein inoffizielles Qualitätsmerkmal für Blüten. Dichte, fest strukturierte Buds gelten oft als Zeichen sorgfältiger Kultivierung.
- Decarboxylierung: Chemischer Prozess, bei dem CBDA durch Wärme in CBD umgewandelt wird. Relevant für alle, die sich mit Rohpflanzenstoffen beschäftigen.
- Distillat: Ein hochaufgereinigter Extrakt mit sehr hohem Cannabinoid-Anteil. Klare bis leicht gelbliche Flüssigkeit, die in vielen Vape-Produkten verwendet wird.
E bis F: Extrakte und Fachbegriffe
Entourage-Effekt beschreibt das Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe. Die Theorie dahinter: Cannabinoide, Terpene und andere pflanzliche Verbindungen könnten miteinander interagieren. Wissenschaftlich noch aktiv erforscht, in der Szene aber ein viel diskutiertes Konzept.
Full Spectrum ist das Gegenstück zu Broad Spectrum: Alle natürlich vorkommenden Cannabinoide sind enthalten, einschliesslich THC, aber eben nur bis zur gesetzlich erlaubten Obergrenze von max. 1 % in der Schweiz. Einen guten Überblick über THC- und CBD-Gehalte in verschiedenen Produkten gibt dieser Blogartikel zu CBD- vs. THC-Blüten .
- Feminized Seeds: Samen, die zu nahezu 100 % weibliche Pflanzen produzieren, weil diese die Blüten mit den Cannabinoiden ausbilden.
- Flower / Blüte: Die Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze. Als CBD-Aromablüte legal erhältlich.
- Flush: In der Grow-Szene das Spülen der Erde mit klarem Wasser vor der Ernte, um Nährstoffrückstände zu reduzieren.
G bis H: Grow-Slang und Hanfkunde
Grow oder Grow-Op bezeichnet den Anbau von Hanf, sei es indoor, outdoor oder im Greenhouse. Im legalen CBD-Bereich gibt es zertifizierte Grows, die strikt reguliert sind und von denen Produkte wie Aromablüten stammen.
Hash ist Harz-Pressung aus der Hanfpflanze, eines der ältesten Hanfprodukte überhaupt. Im CBD-Bereich gibt es legale Hash-Varianten auf Basis von CBD-Hanf, zum Beispiel als Aroma-Produkt. Das CBD-Hash-Sortiment zeigt, wie vielfältig Konsistenz und Aromen dabei sein können: von cremig über bröckelig bis pulvrig. Hier haben wir wichtige Fakten zum Hasch zusammengetragen.
- Hemp: Englisch für Hanf. In internationalen Produktbeschreibungen oft verwendet, um Industrie- oder CBD-Hanf von illegalem Cannabis abzugrenzen.
- High CBD: Bezeichnet Sorten oder Produkte mit überdurchschnittlich hohem CBD-Anteil. Marketingterm, keine rechtlich definierte Kategorie.
- Humidity Pack: Kleine Feuchtigkeitspäckchen, die in Blüten-Verpackungen eingelegt werden, um die optimale Feuchtigkeit zu erhalten. Boveda ist die bekannteste Marke.
I bis K: Isolate, Joints und Konsistenz
Isolat (oder CBD-Isolat) ist die reinste Form von CBD: Über 99 % CBD, kein THC, keine anderen Cannabinoide. Weisses Pulver oder Kristalle. Basis vieler Eigenprodukte, weil es geschmacksneutral und vielseitig einsetzbar ist.
Stichwort Indoor / Outdoor: Indoor-Blüten wachsen in kontrollierten Umgebungen unter künstlichem Licht. Outdoor-Blüten werden draussen angebaut. Greenhouse liegt dazwischen. Qualität und Erscheinungsbild unterscheiden sich, und das schlägt sich im Preis nieder.
- Joint: Klassisch gerollte Form. Im legalen Kontext taucht der Begriff bei vorgedrehten Aromaprodukten auf, die ausdrücklich nicht zum Rauchen bestimmt sind.
- Kief: Das Drüsenharz der Hanfpflanze, das sich als feines Pulver auf Blüten absetzt. Hohe Konzentration an Cannabinoiden und Terpenen.
- Kush: Ursprünglich eine Sortenbezeichnung aus dem Hindukusch-Gebirge. Heute wird «Kush» als allgemeiner Slang für bestimmte Aroma- und Geschmacksprofile verwendet.
L bis M: Labels und Marktvokabular
Lab-tested oder «labortgetestet» ist bei CBD-Produkten kein nettes Extra, sondern eigentlich Standard. Live Resin ist ein Begriff für Extrakte, die aus frisch geernteten, ungekrockneten Pflanzen hergestellt werden. Das Aroma gilt als besonders frisch und intensiv, weil mehr flüchtige Terpene erhalten bleiben.
- Landrace: Ursprüngliche, nicht gezüchtete Sorten aus bestimmten Regionen der Welt, wie z. B. Hindu Kush, Durban oder Acapulco Gold. Die Geschichte der CBD-dominanten Sorten zeigt, wie aus solchen Landraces gezielt hochprozentige CBD-Sorten entstanden sind.
- Limonene: Ein häufiges Terpen in Hanfpflanzen mit zitrusartigem Duft. Taucht in Aromabeschreibungen oft auf.
- Microdosing: Konzept aus der Szene, das sich auf sehr kleine Mengen bezieht. Im CBD-Bereich relevant, aber keine offizielle Dosierungsempfehlung.
- Myrcen: Das am häufigsten vorkommende Terpen im Hanf, mit erdigem, leicht fruchtigem Duft.
N bis O: Nischen-Begriffe mit Relevanz
Nug: Slang für eine einzelne Blütenknospe. Kommt aus dem Englischen («nugget») und beschreibt kompakte, gut strukturierte Buds.
OG: Steht je nach Kontext für «Original Gangster» oder «Ocean Grown». In der Szene bezeichnet OG meist eine bestimmte Geschmacks- und Aromarichtung: erdig, kieferig, kraftvoll. Viele Sortenbezeichnungen tragen das OG-Suffix.
- Oil / Öl: CBD-Öl gehört zu den bekanntesten Produktkategorien im CBD-Bereich. Für konkrete Anwendungsfragen empfiehlt sich immer die Beratung durch Fachpersonal.
- Organic / Bio: Hanf aus kontrolliert-biologischem Anbau ohne Pestizide. Wird von vielen Anbietern als Qualitätsmerkmal ausgelobt.
P bis R: Phänotypen, Resin und mehr
Phänotyp (Pheno): Innerhalb einer Sorte kann es verschiedene Phänotypen geben, d. h. Pflanzen mit unterschiedlichem Aussehen, Aroma und Wachstumsverhalten, obwohl sie aus demselben Saatgut stammen. Grower suchen oft gezielt nach dem «besten Pheno».
Rosin ist ein lösungsmittelfreier Extrakt, der durch Hitze und Druck aus Blüten oder Kief gewonnen wird. Beliebt, weil keine Chemikalien im Prozess stecken.
- Ruderalis: Eine Unterart von Cannabis, bekannt für ihre Auto-flowering-Eigenschaften. Wird gekreuzt, um automatisch blühende Sorten zu entwickeln.
- Resin: Das klebrige Harz der Hanfpflanze, das Cannabinoide und Terpene enthält. Basis vieler Extrakt-Produkte.
- Reefer: Veralteter Slang aus den 1930ern für Cannabis. Heute eher ironisch oder nostalgisch verwendet.
S wie Sorten, Slang und Szene
Sativa, Indica, Hybrid: Die klassische Einteilung von Hanfsorten. Sativa wird mit aufhellenden Aromaprofilen assoziiert, Indica mit erdigen, schweren Noten. Hybrid ist eine Kreuzung aus beidem. Wissenschaftlich ist diese Einteilung umstritten, in der Szene aber nach wie vor allgegenwärtig.
Shatter ist ein glasartiger, spröder Extrakt mit hoher Reinheit. Der Name kommt davon, dass er bei Berührung «shattern» (splittern) kann. Optisch klar bis bernsteinfarben.
- Skunk: Ursprünglich ein Sortenname, heute auch umgangssprachlich für intensiv riechendes Pflanzenmaterial. Enthält keine Wertung, einfach ein Aromadeskriptor.
- Shake: Kleine Bruchstücke und Blattanteile, die beim Handling von Blüten abfallen. Günstiger als ganze Buds, aber dennoch aromatisch.
- Strain: Englisch für Sorte. In der Hanfszene überall zu finden, auch wenn «Cultivar» der botanisch korrektere Begriff wäre.
- Spliff: Gerolltes Produkt aus Tabak und Hanfmaterial. Als reine Begrifflichkeit in der Szene bekannt; keine Konsumempfehlung.
T wie Terpene und THC
Terpene sind die aromatischen Verbindungen der Hanfpflanze, die Duft und Geschmack bestimmen. Über 200 verschiedene Terpene wurden in Cannabis nachgewiesen. Sie prägen das Aromaprofil jeder Sorte massgeblich und tauchen in hochwertigen Produktbeschreibungen immer häufiger auf. Tiefer einsteigen lohnt sich: Was Terpene genau sind und welche Rolle sie spielen, erklärt der Terpene-Blogbeitrag auf Green Passion ausführlich.
THC steht für Tetrahydrocannabinol, das berauschende Cannabinoid der Hanfpflanze. Legale CBD-Produkte in der Schweiz enthalten max. 1 % THC. Dieses Limit ist gesetzlich vorgeschrieben und wird über Lab-Reports nachgewiesen.
- Terpinolen: Ein Terpen mit frisch-floralen, leicht harzigen Noten. Findet sich in Sorten wie Jack Herer oder Dutch Treat.
- Trim: Das Pflanzenmaterial, das beim Beschneiden der Buds nach der Ernte anfällt. Enthält noch Trichome und wird oft für Extrakte genutzt.
- Trichome: Winzige, drüsenartige Haare auf der Pflanze, in denen Cannabinoide und Terpene gebildet werden. Je mehr Trichome, desto intensiver das Aroma.
V bis W: Vapes und Wax
Vape / Vaporizer: Gerät zur Verdampfung von Flüssigkeiten oder Pflanzenmaterial. Im CBD-Bereich gibt es legale Vape-Produkte auf CBD-Basis. Was genau drin ist und wie es zu verwenden ist, steht auf der Verpackung, genau dort solltest du auch nachlesen.
Wax beschreibt eine weiche, wachsartige Extrakt-Konsistenz. Ähnlich wie Budder, aber etwas fester. Einer der vielen Konsistenz-Begriffe, die international genutzt werden.
- Weed: Umgangssprachlich für Cannabis. In der CBD-Welt taucht der Begriff oft in Sortenbezeichnungen auf, z. B. «CBD Weed» als Anglizismus für CBD-Blüten.
- White Label: Produkte, die von einem Hersteller produziert, aber unter einer anderen Marke verkauft werden. Im CBD-Markt weit verbreitet.
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Whole Plant Extract: Extrakt aus der gesamten Pflanze, nicht nur aus den Blüten. Enthält ein breiteres Spektrum an Pflanzenstoffen.
X, Y, Z: Die letzten Buchstaben des Hanf-ABCs
Xenos: Kein gängiger Szene-Begriff, aber «Xenobiotika» taucht in Laborkontexten auf: Fremdstoffe, auf die Produkte geprüft werden, z. B. Pestizide oder Schwermetalle.
Yield: Englisch für «Ertrag». In der Grow-Szene ein zentraler Begriff: Wie viele Gramm Blüten produziert eine Pflanze? Hoher Yield ist bei Cultivatoren ein wichtiges Zuchtziel.
- Zaza: Neuerer Slang (vor allem aus US-Rap-Kultur) für besonders hochwertige, exklusive Hanfware. Wird heute auch auf Premium-CBD-Blüten angewendet.
- Zero THC: Marketingbegriff für Produkte, bei denen THC unter der Nachweisgrenze liegt, meist Isolat-basiert. Streng genommen nicht immer «null», aber unter der gesetzlichen Grenze.
- Zone / Zip: Slang für eine Unze (ca. 28 Gramm) Pflanzenmaterial. In CBD-Shops kein Standard-Verkaufsformat, taucht aber in Foren und Bewertungen auf.
Noch nicht genug? Das Glossar wächst mit
In der Szene tauchen laufend neue Begriffe auf, mischen sich Anglizismen ein oder es werden alte Slang-Ausdrücke recycelt. Dieses Wörterbuch wird regelmässig erweitert, damit du immer up to date bleibst. Und falls du einen Begriff vermisst: Schreib uns einfach und wir nehmen diesen gerne auf.

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