Nach CBD rücken weitere Inhaltsstoffe der Hanfpflanze in den Fokus: CBN, CBG und Terpene. Plötzlich stolpern wir über diese Begriffe. Klingt spannend, aber auch ein bisschen verwirrend.
Was ist CBN und wie unterscheidet es sich von CBD?
CBN, ausgeschrieben Cannabinol, entsteht durch den Abbau von THC. Wenn Blüten älter werden oder viel Licht abbekommen, wandelt sich THC langsam in CBN um. Der Unterschied zu CBD liegt in der Entstehung: CBD bildet die Pflanze selbst aus der Vorstufe CBGA, CBN entsteht erst später durch Alterung aus THC.
Terpene: die unterschätzten Alleskönner
Wenn Du schon mal eine besonders fruchtige Blüte in der Hand hattest, kennst Du den Unterschied: Der Geruch macht einen grossen Teil des Charakters einer Sorte aus. Verantwortlich dafür sind Terpene, aromatische Verbindungen, die auch in Orangen, Pinien oder Lavendel vorkommen.
- Limonen (Zitrus)
- Myrcen (erdig)
- Pinen (waldig)
- Linalool (blumig)
Für Dich heisst das: Schau nicht nur auf den CBD-Gehalt, sondern auch auf das Terpenprofil.
Neue Cannabinoide im Trend: von CBG bis HHC
Neben CBN rückt auch CBG immer mehr in den Fokus. Man nennt es die „Mutter aller Cannabinoide“, weil die Pflanze aus seiner Säureform CBGA die Vorstufen von THC und CBD bildet. Mehr dazu liest Du im Artikel Was ist CBG?.
Dann gibt es noch HHC. HHC wird oft synthetisch hergestellt. Die rechtliche Einstufung von HHC steht im nächsten Abschnitt. Ich persönlich sehe es kritisch, weil Transparenz und Studien fehlen.
Der Markt entwickelt sich rasant. Heute CBN, morgen vielleicht CBC oder THCV. Nicht alles wird bleiben, aber es lohnt sich, die Augen offen zu halten.
Rechtliche Lage in der Schweiz
Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt unter 1 % fällt in der Schweiz nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BetmVV-EDI, SR 812.121.11, Anhang 5, Stand 13. März 2026). Mehr zur 1-%-Grenze liest Du im Artikel THC-Gehalt unter einem Prozent. In Deutschland liegt die Grenze für Nutzhanf bei 0,3 % THC (KCanG § 1 Nr. 9).
Bei neueren Stoffen ist die Sache heikler. HHC und HHCP stehen in der Schweiz im Verzeichnis e der BetmVV-EDI (Anhang 6, Stand 13. März 2026). In Deutschland steht HHC seit dem 23. Mai 2026 in Anlage II des BtMG. Gesetze können sich schnell ändern.
Ich sage immer: „Wenn ich nicht weiss, was drin ist, kommt’s mir nicht ins Haus.“ Transparenz ist der Schlüssel.
Dein nächster Schritt nach CBD
CBD bleibt ein fester Bestandteil der Cannabiswelt. Doch die Zukunft gehört auch CBN, Terpenen und weiteren Cannabinoiden. Das Wichtigste: Informiere Dich und bleib kritisch.
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