Was ist Sugar Wax und wie wird es hergestellt?

Sugar Wax ist ein Hanfkonzentrat mit zuckerartiger, kristalliner Struktur. Der Artikel erklärt Herstellung, Unterschiede zu Shatter, Live Resin und Diamonds sowie Qualitätsmerkmale und Lagerung.

Was ist Sugar Wax und wie wird es hergestellt?

Sugar Wax ist ein Hanfkonzentrat mit einer körnigen, kristallinen Konsistenz, die an nassen Zucker erinnert. Es entsteht, wenn sich in einem Extrakt feine Kristalle aus Cannabinoiden bilden. Die Terpene bleiben dabei als Flüssigkeit zwischen den Kristallen. Bei Green Passion ist es ein CBD-Konzentrat mit einem CBD-Gehalt von bis zu 90 % laut Produktangabe.

Was ist Sugar Wax?

Der Name beschreibt das Aussehen. „Wax“ ist das englische Wort für Wachs und steht in der Hanfbranche für Konzentrate mit wachsartiger Konsistenz. „Sugar“ bezieht sich auf die Struktur: Das Konzentrat besteht aus vielen kleinen Kristallen, die feucht glänzen. Es sieht aus wie Zucker, der mit etwas Sirup vermischt ist.

Die Farbe reicht meist von Hellgelb bis Bernstein. Die Masse ist weich und körnig, aber nicht flüssig. Das Material ist formstabil und klebt weniger als ein öliger Extrakt. Für die Struktur sind zwei Bestandteile verantwortlich: die festen Kristalle aus Cannabinoiden und eine flüssige Phase, in der sich vor allem die Terpene sammeln.

Sugar Wax gehört damit zu den Konzentraten mit hohem Cannabinoidgehalt. Wie hoch der CBD-Gehalt ist, hängt vom Ausgangsmaterial und vom Verfahren ab. Verlässlich ist nur die Angabe des Herstellers zum jeweiligen Produkt.

Cannabis Wax, Hanfwachs und CBD Wax: die Begriffe

Rund um Wax gibt es viele Begriffe, die oft durcheinander verwendet werden. Cannabis Wax ist der Oberbegriff für Konzentrate mit wachsartiger Konsistenz. Dazu zählen Sugar Wax, Budder und Crumble. Diese Formen unterscheiden sich vor allem in der Textur, nicht im Grundprinzip der Herstellung.

CBD Wax ist Wax aus CBD-reichem Hanf. Die Pflanzen stammen aus Sorten mit hohem CBD-Gehalt und tiefem THC-Gehalt. THC Wax stammt dagegen aus THC-reichen Pflanzen und fällt in der Schweiz unter das Betäubungsmittelrecht, sobald die Grenze von 1 % Gesamt-THC erreicht ist.

Das Wort Hanfwachs ist mehrdeutig. Im Handel steht es teils auch für Pflegeprodukte für Holz mit Hanföl. Diese Produkte haben mit Hanfkonzentraten nichts zu tun. Wenn Du nach Konzentraten suchst, sind die Begriffe Wax, Dab oder Konzentrat eindeutiger. Weitere Fachbegriffe erklärt unser Hanf-Glossar.

Herstellung: Extraktion, Purging und Kristallisation

Die Herstellung läuft in mehreren Schritten ab. Der Prozess gehört in professionelle Anlagen, weil mit brennbaren Lösungsmitteln und Druck gearbeitet wird. Die folgenden Abschnitte beschreiben das Prinzip, keine Anleitung.

Ausgangsmaterial

Als Rohstoff dienen getrocknete Blüten oder Pflanzen, die direkt nach der Ernte tiefgefroren wurden. Aus frisch gefrorenem Material entsteht ein Produkt, das als Live Resin Sugar bezeichnet wird. Wie Live Resin hergestellt wird, erklärt unser Artikel Was ist Live Resin.

Extraktion

Bei der Extraktion löst ein Lösungsmittel die Cannabinoide und Terpene aus dem Pflanzenmaterial. Für diese Konzentrate werden häufig Kohlenwasserstoffe wie Butan oder Propan verwendet. Das geschieht in geschlossenen Anlagen, in denen das Lösungsmittel im Kreislauf geführt wird. Pflanzenfasern und Chlorophyll bleiben zum grössten Teil zurück.

Purging

Danach muss das Lösungsmittel wieder aus dem Extrakt. Diesen Schritt nennt man Purging. Meist geschieht das unter Vakuum und bei milder Wärme. Wie gründlich das Purging ist, entscheidet über die Menge an Restlösungsmittel im fertigen Produkt. Ein seriöser Hersteller dokumentiert diesen Schritt.

Nukleation und Kristallisation

Jetzt entsteht die typische Zuckerstruktur. In der konzentrierten Masse bilden sich erste winzige Kristallkeime. Diesen Vorgang nennt man Nukleation. An den Keimen lagern sich weitere Cannabinoid-Moleküle an, und die Kristalle wachsen. Terpene und andere Bestandteile bilden keine Kristalle. Diese Stoffe bleiben flüssig und füllen die Zwischenräume.

Hersteller steuern diesen Schritt über Zeit, Temperatur und Bewegung der Masse. Viele kleine Kristalle ergeben Sugar Wax. Wenn wenige Kristalle sehr gross werden, entstehen Diamonds. Sugar kann auch ungeplant entstehen: Andere Extrakte wie Shatter verändern sich bei längerer Lagerung manchmal von selbst zu einer zuckerartigen Masse.

Unterschied zu Wax, Shatter, Live Resin und Diamonds

Konzentrate werden meist nach ihrer Konsistenz benannt. Der Unterschied liegt darin, ob und wie weit die Cannabinoide kristallisieren und wie die Masse beim Purging behandelt wird. Live Resin bildet eine Ausnahme, weil der Name das Ausgangsmaterial beschreibt.

Konzentrat Konsistenz Was sie prägt
Sugar Wax körnig, feucht, zuckerartig viele kleine Kristalle in einer flüssigen Terpenphase
Wax, Budder, Crumble cremig bis bröckelig, undurchsichtig die Masse wird beim Purging gerührt oder aufgeschlagen
Shatter fest, glasartig, durchscheinend, bricht wie Glas die Moleküle bleiben ungeordnet, es bilden sich keine Kristalle
Live Resin je nach Verfahren flüssig bis cremig Ausgangsmaterial sind frisch gefrorene Pflanzen
Diamonds grosse, feste Kristalle langsame Kristallisation, fast reines Cannabinoid

Sugar Wax liegt damit zwischen Shatter und Diamonds. Es enthält Kristalle, aber auch genug flüssige Phase für ein ausgeprägtes Aroma. Mehr zu den grossen Kristallen liest Du im Artikel Was sind CBD Diamonds.

Terpene und Aroma

Terpene sind flüchtige Duftstoffe, die in der Hanfpflanze vorkommen. Terpene bestimmen, ob ein Konzentrat nach Zitrus, Kiefer, Beeren oder Erde riecht. Weil sie flüchtig sind, gehen sie bei Wärme, Licht und Kontakt mit Luft verloren. Deshalb achten Hersteller bei Extraktion und Purging darauf, möglichst wenig Hitze einzusetzen.

Bei Sugar Wax sammeln sich die Terpene in der flüssigen Phase zwischen den Kristallen. Das erklärt, warum es oft deutlicher riecht als ein trockenes Isolat. Manche Hersteller ergänzen ein bestimmtes Terpenprofil. Das Sugar Wax von Green Passion ist laut Produktangabe mit dem Terpenprofil „Lemon Lime Soda“ angereichert. Die Beschreibung nennt eine Zitrusnote mit leichter Kräuterfrische.

THC-Gehalt von Wax in der Schweiz

Für alle Hanfprodukte in der Schweiz gilt dieselbe Grenze. Hanfpflanzen oder Teile davon mit einem durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 % sowie Präparate mit mindestens 1,0 % Gesamt-THC gelten als Betäubungsmittel (BetmVV-EDI, SR 812.121.11, Anhang 5, Verzeichnis d, Stand 13. März 2026). Diese Grenze gilt auch für Konzentrate.

Bei Konzentraten ist das wichtig, weil die Extraktion alle Cannabinoide anreichert, auch THC. Ein Hersteller von CBD Wax muss deshalb Ausgangsmaterial und Verfahren so wählen, dass das fertige Produkt unter der Grenze bleibt. Für Dich heisst das: Achte auf den deklarierten THC-Gehalt des konkreten Produkts. Mehr zur 1-%-Regel findest Du in unserem Artikel zum THC-Gehalt unter einem Prozent.

Qualitätsmerkmale: Farbe, Konsistenz, Herkunft, Deklaration

Ob ein Konzentrat sorgfältig hergestellt und gelagert wurde, erkennst Du an einigen Merkmalen. Keines davon ersetzt eine vollständige Produktdeklaration, aber zusammen ergeben sie ein klares Bild.

  • Farbe: Hellgelb bis bernsteinfarben ist typisch. Eine deutlich dunklere Farbe kann auf Licht, Wärme oder eine lange Lagerzeit hinweisen.
  • Konsistenz: Die Kristalle sind gleichmässig fein. Ein wenig glänzende Flüssigkeit ist normal. Viel abgesetzte Flüssigkeit oder harte Klumpen sprechen für Wärme oder Alterung.
  • Geruch: Ein frischer, sortentypischer Duft ist ein gutes Zeichen. Riecht das Konzentrat nach Lösungsmittel, ist das ein Warnsignal.
  • Herkunft: Gute Anbieter nennen, woher das Ausgangsmaterial stammt und wo extrahiert wurde. Das Produkt von Green Passion ist laut Produktangabe in der Schweiz hergestellt.
  • Deklaration: Auf der Produktseite stehen idealerweise CBD-Gehalt, THC-Gehalt, Terpenprofil und Gewicht.

Lagerung: kühl, dunkel, luftdicht

Licht, Wärme und Sauerstoff verändern das Konzentrat mit der Zeit. Die Terpene verfliegen, die Farbe wird dunkler und die Kristalle können sich auflösen oder verklumpen. Am besten bewahrst Du das Konzentrat in einem luftdicht verschlossenen Glas oder Silikonbehälter auf, dunkel und kühl.

Der Kühlschrank eignet sich für längere Lagerzeiten. Lass das geschlossene Glas nach dem Herausnehmen erst Zimmertemperatur erreichen und öffne es dann. So bildet sich kein Kondenswasser auf dem Konzentrat. Berühre das Konzentrat möglichst nicht mit den Fingern: Die Wärme der Haut lässt die Kristalle schmelzen, und Hautfett verunreinigt die Oberfläche.

CBD Sugar Wax im Sortiment von Green Passion

Bei Green Passion gibt es Sugar Wax im 1-g-Glas. Laut Produktangabe hat es einen CBD-Gehalt von bis zu 90 %, ist mit dem Terpenprofil „Lemon Lime Soda“ angereichert und wird in der Schweiz hergestellt.

In derselben Kategorie findest Du weitere Konzentrate mit anderer Konsistenz: Live Resin mit cremig-weicher Textur und dem Terpenprofil Sour OG sowie Diamonds in kristalliner Form mit dem Terpenprofil Lemon Diesel. Dazu kommen passende Geräte wie Dab Rigs aus Glas und elektrische E-Rigs. Die ganze Auswahl steht unter CBD Dab und Wax. Wie sich Konzentrate und Vape-Kartuschen als Format unterscheiden, zeigt unser Vergleich Dab vs. Vape.

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