CBD-Mythen entstehen oft, weil CBD-Hanf und Marihuana von derselben Pflanze stammen. Der wichtigste Unterschied ist der THC-Gehalt: In der Schweiz gilt Hanf erst ab 1,0 Prozent Gesamt-THC als Betäubungsmittel. Mit dieser Zahl und einem Blick auf die Deklaration lassen sich die meisten Irrtümer klären. Hier sind die fünf häufigsten Mythen über CBD und das, was nach Gesetz und Produktdaten stimmt.
Mythos 1: CBD-Hanf ist dasselbe wie Marihuana
Diese Annahme stimmt nicht. Beide gehören zur Pflanzengattung Cannabis, doch sie unterscheiden sich im Gehalt an THC (Tetrahydrocannabinol). CBD-Hanf wird auf viel CBD und wenig THC gezüchtet. Bei den losen CBD-Blütensorten im Sortiment von Green Passion liegt der deklarierte CBD-Gehalt zwischen 11 und 20 Prozent. Moonrocks und Coated Pre-Rolls sind dabei nicht mitgezählt.
Die rechtliche Linie zieht die Schweiz bei 1,0 Prozent. Hanfpflanzen und Produkte mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 Prozent sind Betäubungsmittel. So steht es in der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung des EDI (BetmVV-EDI, SR 812.121.11, Anhang 5, Verzeichnis d, Stand 13. März 2026). Hanf unter dieser Grenze fällt nicht darunter. Mit Marihuana meint man im Alltag Cannabis über dieser Grenze.
Kann man den Unterschied sehen oder riechen?
Zuverlässig gelingt das nicht. CBD und THC haben dieselbe Summenformel, C21H30O2. Nur der Aufbau der Moleküle ist anders. Blüten von CBD-Hanf und von THC-reichem Cannabis sehen deshalb gleich aus. Auch der Duft hilft nicht weiter. Er kommt von den Terpenen, und diese Aromastoffe bildet jede Cannabispflanze. Ob eine Blüte unter 1 Prozent THC liegt, zeigt nur eine chemische Analyse. Was CBD chemisch ist und wie es sich von THC unterscheidet, erklärt der Beitrag Was ist CBD (Cannabidiol)?
Mythos 2: CBD-Produkte enthalten kein THC
Auch das ist falsch. CBD-Hanf bildet immer etwas THC. Der Gehalt liegt also unter der Grenze, aber nicht bei null. Deshalb nennt jede Produktseite der CBD-Blüten und des CBD-Haschs bei Green Passion einen THC-Wert. Die Outdoor-Sorte White Passion ist zum Beispiel mit 20 Prozent CBD und 0,8 Prozent THC deklariert. Die Indoor-Sorte Velvet Passion liegt bei 11 Prozent CBD und 0,5 Prozent THC.
Steht auf einer Packung mit CBD-Blüten, sie enthalte kein THC, lohnt sich ein zweiter Blick. Das Gesetz spricht bewusst vom Gesamt-THC-Gehalt eines Produkts. Was dieser Wert bedeutet und warum CBD-Produkte überhaupt THC enthalten, erklärt unser Beitrag zum THC-Gehalt unter einem Prozent.
Mythos 3: Mehr CBD-Gehalt heisst bessere Qualität
Der CBD-Gehalt ist eine Kennzahl, aber kein Urteil über die Qualität. Er hängt vor allem von der Genetik der Sorte ab. Zwei Blüten mit 18 Prozent CBD können sich trotzdem deutlich unterscheiden, etwa bei Trocknung und Frische.
Ein Beispiel aus dem Sortiment: Der Hash Manali Cream ist mit 35 Prozent CBD deklariert, die Blüte Lemon Skunk mit 13 Prozent. Das heisst nicht, dass der Hash besser ist. Hash besteht aus konzentriertem Harz und hat darum fast immer höhere Werte als Blüten. Ob Dir eine Sorte gefällt, entscheiden Aroma, Konsistenz und Verarbeitung. Dazu kommt: Der Gehalt einer Sorte kann von Ernte zu Ernte leicht schwanken. Eine einzelne Zahl sagt also wenig über die ganze Sorte.
Qualität bei CBD-Blüten erkennen
Statt nur auf den CBD-Wert zu achten, schaust Du besser auf mehrere Merkmale. Diese Punkte helfen beim Vergleich:
- Die Sorte ist mit ihrem Namen klar benannt.
- Die Anbauart ist angegeben: Indoor, Outdoor oder Treibhaus.
- CBD- und THC-Gehalt stehen in Prozent auf der Produktseite, bei vielen Sorten auch der CBG-Gehalt.
- Die Blüten sind gleichmässig getrocknet, weder feucht noch staubtrocken.
- Der Duft ist klar und passt zur Sortenbeschreibung. Ein muffiger Geruch deutet auf Feuchtigkeit hin.
- Die Verpackung schützt vor Licht und Luft.
Bei Green Passion findest Du diese Angaben bei jeder Sorte in der Kategorie CBD Blüten. So kannst Du Sorten direkt nebeneinander vergleichen, auch über die Anbauarten hinweg.
Mythos 4: CBD ist in jedem Land gleich geregelt
Diese Annahme ist falsch. Jedes Land legt eigene Grenzwerte und Regeln fest. Die Schweiz arbeitet mit 1,0 Prozent Gesamt-THC. In Deutschland liegt die Grenze für Nutzhanf bei 0,3 Prozent THC. Dort müssen weitere Bedingungen erfüllt sein, zum Beispiel ein gewerblicher oder wissenschaftlicher Zweck (KCanG § 1 Nr. 9, abgerufen am 23. Oktober 2026).
In der Praxis bedeutet das: Eine Blüte mit 0,8 Prozent THC liegt in der Schweiz unter der Grenze, in Deutschland aber darüber. Andere Länder haben wieder eigene Regeln, und diese ändern sich immer wieder. Wer mit CBD-Produkten ins Ausland reist, prüft deshalb vorher die Regeln des Ziellands. Worauf Du dabei achten solltest, steht im Beitrag Reisen mit CBD.
Mythos 5: Hanf und CBD-Hanf sind dasselbe
Hanf ist der Oberbegriff. Aus derselben Pflanzengattung entstehen sehr verschiedene Produkte. Faserhanf liefert Material für Seile und Textilien. In Europa war Hanf bis nach dem Ersten Weltkrieg vor allem als Faserpflanze verbreitet (Mediavilla et al., 1999, Agrarforschung 6(10)). Aus den Samen entstehen Lebensmittel wie Hanfsamenöl oder Hanfprotein. CBD-Hanf wird dagegen für die Blüten angebaut. Der Grund: CBD bildet sich vor allem in den Harzdrüsen der Blüten, den sogenannten Trichomen.
Deshalb ist Hanfsamenöl kein CBD-Öl. Es wird aus Hanfsamen kalt gepresst und als Lebensmittel verkauft, ohne deklarierten CBD-Gehalt. CBD-Öl enthält dagegen einen Extrakt aus der Pflanze mit angegebenem CBD-Gehalt. Den Unterschied im Detail erklärt der Vergleich Hanföl vs. CBD Öl. Das Öl aus Samen findest Du im Shop unter Bio-Hanfsamenöl.

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