Kassensturz Vergleich von CBD Hanf und CBD Produkten: Testsieger ist Purple Haze von Green Passion

Kassensturz Vergleich von CBD Hanf und CBD Produkten: Testsieger ist Purple Haze von Green Passion

Ob Kraut, Tin­k­tur oder Pul­ver: Legale Hanf­pro­duk­te boomen. Sie machen nicht high, son­dern sollen beruhi­gen oder gar Schmerzen lin­dern. Han­flä­den verkaufen sie zu stolzen Preisen. Doch eine «Kassensturz»-Stichprobe zeigt: Manche Pro­duk­te enthal­ten nur einen Bruchteil der deklar­i­erten Wirk­stoffe. «Green Pas­sion Pur­ple Haze» enthält mit 9 Prozent weniger Cannabid­i­ol als angegeben die kle­in­ste Abwe­ichung von allen getesteten Stich­proben.

CBD – diese drei Buch­staben machen nicht high, ver­set­zen aber viele in einen Kaufrausch. CBD ste­ht für Cannabid­i­ol, einen aktiv­en Wirk­stoff in der Hanf­pflanze, der keinen Rausch verur­sacht und nicht abhängig macht.

Seit 2011 darf Hanf mit hohem CBD-Gehalt legal verkauft und kon­sum­iert wer­den. Unter der Bedin­gung, dass er weniger als ein Prozent THC enthält. THC ist jen­er Inhaltsstoff, der den Rausch beim Kif­f­en verur­sacht.

CBD soll wahre Wunder wirken

Cannabid­i­ol soll ganz viele pos­i­tive Effek­te haben. Es soll entspan­nend wirken, angstlösend, schmerzstil­lend, krampflösend, entzün­dung­shem­mend. Es gebe Stu­di­en, welche diese Wirkun­gen nahe leg­en, sagt dazu Bar­bara Broers, Such­t­ex­per­tin des Unispi­tals Genf, aber die Wirkung von CBD sei noch zu wenig erforscht.

«Man weiss noch nicht, welche Dosis jemand aufn­immt, der Hanf mit fünf oder zehn Prozent CBD raucht. Diese Grund­la­gen­dat­en fehlen», so Bar­bara Broers. CBD ist derzeit in der Schweiz nicht als Wirk­stoff in Medika­menten zuge­lassen. Das Geschäft mit dem CBD-Hanf läuft. In spezial­isierten Han­flä­den und Online-Shops kön­nen Kun­den eine Vielzahl legaler Hanf­pro­duk­te kaufen.

Von Tropfen über Flüs­sigkeit für E‑Zigaretten bis zu Sal­ben. Am beliebtesten sind aber Hanf­blüten zum Rauchen. Kosten­punkt: 5 bis 15 Franken pro Gramm.

«Kassen­sturz» hat gemein­sam mit der Westschweiz­er Kosu­mentensendung «A Bon Enten­deur» elf legale Hanf­pro­duk­te auf ihren Gehalt an CBD und THC hin testen lassen. Der THC-Gehalt liegt bei allen Pro­duk­ten in der Stich­probe unter einem Prozent, sie sind also legal.

Der CBD-Gehalt ist meist auf den Pack­un­gen deklar­i­ert. In der Stich­probe sind es 10 bis 23 Prozent. Doch auf diese Angaben kön­nen sich Kun­den nicht ver­lassen.

Resultate

Im Test des Westschweiz­er Uni­ver­sität­szen­trums für Rechtsmedi­zin weichen alle Pro­duk­te vom deklar­i­erten CBD-Gehalt ab. Am deut­lich­sten die Hanf­blüten «Col­orado Light» aus dem Shop Dr. Green. Deklar­i­ert ist ein Gehalt von 14 Prozent. Im Labor gemessen wur­den jedoch nur 2,1 Prozent. Das ist fast sech­mal weniger CBD als ver­sprochen.

Bei «Son­nen­feld Marie&Anna»-Hanfblüten sind es 53 Prozent weniger CBD als deklar­i­ert, bei «Aca­pul­co Gold» aus dem Shop «CBD bestellen» 45 Prozent. All diese Anbi­eter beto­nen, der CBD-Gehalt ihrer Hanf­pro­duk­te sei von exter­nen Labors getestet wor­den. Zudem könne der Gehalt von Blüte zu Blüte schwanken.

Das sagt auch Urs Leng­wiler, Pro­duk­tion­sleit­er bei Ai Fame, einem Hanf­pro­duzen­ten im Ausser­rhodis­chen Wald-Schö­nen­grund. «Natür­liche Schwankun­gen und Abwe­ichun­gen von 20 bis 30 Prozent sind bei Blüten­ma­te­r­i­al nicht aus­geschlossen und bleiben im Norm­bere­ich. Bei den THC-Werten bleiben wir zur Sicher­heit immer unter der erlaubten Max­i­mal­gren­ze», so Urs Leng­wiler. Jede Charge Hanf werde im eige­nen Labor auf seinen Gehalt hin getestet.

Das Hanf­pro­dukt «Swiss CBD Alessia», das Ai Fame pro­duziert hat, weist im Test eine Abwe­ichung von 30 Prozent beim CBD-Gehalt auf. Für Testleit­er Marc Augs­burg­er sind die Dekla­ra­tio­nen nicht ver­lässlich: «Jede Blüte, jedes Stück Hanf kann einen anderen Gehalt an CBD aufweisen. Wenn sie eine Orange kaufen, find­en sie auf dem Etikett auch keine Angabe, welch­er Schnitz wie viel Vit­a­min C enthält. Ähn­lich ist es beim Hanf.»

Das Pro­dukt von Swiss CBD fällt auch auf, weil es Boscalid enthält, ein Fun­gizid, dies obwohl es als Bio-Pro­dukt ange­priesen wird. Der Her­steller sagt dazu, dass das Mit­tel bei gele­gentlichem Schim­melpilzbe­fall in der Indoor-Zucht einge­set­zt werde. Auch im Hanf «Budz Pur­ple Haze» und «Col­or­dao Light» von Dr. Green fand das Labor Spuren von Pes­tiziden, obwohl die Her­steller sie als Bio-Hanf bewer­ben.

Es gibt auch Pro­duk­te, die näher beim deklar­i­erten CBD-Gehalt liegen.

«Green Passion Purple Haze» enthält 9 Prozent weniger Cannabidiol als angegeben. Das ist die kleinste Abweichung in der Stichprobe.



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