Alles was Sie über Schweizer Cannabis wissen müssen

Alles was Sie über Schweizer Cannabis wissen müssen

Die am weitesten ver­bre­it­ete Droge der Welt, Cannabis, ist auch die am meis­ten beschlagnahmte Sub­stanz der Welt, die in den meis­ten Län­dern ille­gal ist und in einem großen Teil sog­ar für den medi­alen Gebrauch bes­timmt ist.

Nach­dem die Prä­valenz des Cannabiskon­sums Ende der siebziger Jahre ihren Höhep­unkt erre­icht hat­te, ins­beson­dere auf­grund eines Anstiegs des Kon­sums bei Jugendlichen und jun­gen Erwach­se­nen auf der ganzen Welt, wurde die Droge mit der Zeit immer bekan­nter und häu­figer.

Viele Grup­pen haben ver­sucht, Geset­ze zu erlassen, die Cannabis ille­gal gemacht haben, während der Haupt­grund für den Cannabiskon­sum auch in Län­dern wie der Schweiz in der Freizeit liegt.

Schweiz­er Cannabis wird weit­er­hin häu­fig mit Steuere­in­nah­men aus legalem Cannabis als Tabakalter­na­tive ver­wen­det, die 2018 13,5 Mio. EUR erre­icht­en.

Viele Men­schen schätzen den Kon­sum von Schweiz­er Cannabis unter Schweiz­er Bürg­ern jedoch immer noch falsch ein, weil sie der Mei­n­ung sind, dass die Schweiz­er fleißige Men­schen, Poly­ma­th­en und geset­zestreue Bürg­er auf Robot­er­niveau sind. Auf­grund solch­er Vorurteile glauben viele, dass keine Bürg­er dieses Lan­des Schweiz­er Cannabiskon­sumenten sind, was in der Tat falsch ist.

Schätzun­gen zufolge betrug die Zahl der aktiv­en Schweiz­er Cannabiskon­sumenten im Jahr 2018 rund eine halbe Mil­lion, was über sechs Prozent der ins­ge­samt acht Mil­lio­nen Schweiz­er Bevölkerung entspricht.

Auf­grund dieser hohen Zahl hat die Schweiz rechtzeit­ig Maß­nah­men ergrif­f­en und Geset­ze und Märk­te für Schweiz­er Cannabis als Vor­sichts­maß­nahme für den Cannabiss­chmuggel und anderen Miss­brauch der Droge im Land fest­gelegt.

Cannabisbesitz in der Schweiz: Was ist legal und was nicht?

Bis Ende der neun­ziger Jahre wurde Schweiz­er Cannabis ohne Prob­leme mit der Polizei und anderen Behör­den für Per­so­n­en über 18 Jahren ange­baut und ange­baut, was auf eine Lücke in den Schweiz­er Geset­zen zurück­zuführen war. Es wurde jedoch im Jahr 2002 unter Strafe gestellt, als die Schweiz der UNO beitrat, da die Sub­stanz zu dieser Zeit weltweit weit ver­bre­it­et war, auch im gebir­gi­gen mit­teleu­ropäis­chen Land.

Nach jahre­langem Druck durch Schweiz­er Cannabis-Legal­isierungs­grup­pen hat­te die Bun­desregierung beschlossen, Tetrahy­dro­cannabi­nol (THC) Cannabis von weniger als einem Prozent wieder legal zu machen. Der Besitz von 10 Gramm Cannabis ist also keine straf­bare Hand­lung mehr, aber wenn man mit mehr als dem erwis­cht wird, kann man immer noch mit 100 Schweiz­er Franken pauschal bestraft wer­den.

Diejeni­gen, die mehr als vier Kilo­gramm Cannabis besitzen, wer­den mit bis zu drei Jahren Gefäng­nis bestraft.

Trotz der Geld­buße war dies ein großer Schritt für die Schweiz zur Legal­isierung von Cannabis, da in den anderen europäis­chen Län­dern die geset­zliche THC-Gren­ze bei 0,2 Prozent (zwei Gramm) liegt.

Medizinische Verwendung von Schweizer Cannabis

Schweiz­er Cannabis als Medika­ment darf nur bedürfti­gen Patien­ten ver­schrieben wer­den, wenn das Schweiz­erische Bun­de­samt für Gesund­heit (FOPH) eine Son­der­genehmi­gung für die medi­zinis­che Ver­wen­dung ver­boten­er Betäubungsmit­tel erteilt.

Um eine solche Genehmi­gung zu erhal­ten, sollte der Arzt diese mit Zus­tim­mung des Patien­ten, der sich der Behand­lung unterziehen wird, ver­ant­wor­tungsvoll beantra­gen. Die Genehmi­gung zum Kauf von Cannabis als medi­zinis­ches Medika­ment gilt für max­i­mal 12 Monate. Es gibt nur zwei Apotheken, die für den Verkauf von Cannabis-Tin­k­turen und Cannabisöl-Konzen­trat­en für Patien­ten mit schw­eren oder unheil­baren Krankheit­en in der ganzen Schweiz zuge­lassen sind.

Zwar gibt es im gel­tenden Recht keine aus­drück­liche Bes­tim­mung für die medi­zinis­che Ver­wen­dung. In der Prax­is ist es unwahrschein­lich, dass eine medi­zinis­che Ver­wen­dung strafrechtlich ver­fol­gt wird.

Patien­ten, die nur Schweiz­er Cannabis benöti­gen, das nur CBD und CBD-Pro­duk­te enthält, kön­nen es auf­grund der Recht­mäßigkeit der geset­zlich zuläs­si­gen 10-Gramm-Gren­ze für medi­zinis­che Zwecke in jedem Schweiz­er Cannabis-Verkauf­s­geschäft beziehen.

Zu beacht­en ist, dass die Krankenkassen in der Schweiz den Kauf von Cannabis nicht für medi­zinis­che Zwecke übernehmen, daher muss der Patient die Kosten selb­st tra­gen.

Kauf und Verkauf von Cannabis in der Schweiz

Die Schweiz­er, egal wie geset­zestreu sie sind, haben keine Prob­leme, Cannabis auf dem Schwarz­markt zu find­en. Wer jedoch Cannabis-Dosen bis zur geset­zlich zuläs­si­gen Menge kaufen möchte, kann dies in rund 140 Cannabis-Läden in den 26 Kan­to­nen der Schweiz tun.

Die legale Menge an THC-Cannabis wird in diesen Geschäften unter dem Namen C‑Pure verkauft, und jed­er unter 18 Jahren kann bis zu 10 Gramm gle­ichzeit­ig kaufen.

Schweizer Cannabis Social Clubs

Aktive Kon­sumenten von Schweiz­er Cannabis haben vom soge­nan­nten Cannabis Social Club gehört, einem Mod­ell für die geset­zliche Reg­ulierung des Cannabis­mark­tes.

Die Schweiz­er Städte Zürich, Basel, Bern und Genf hat­ten 2016 ver­sucht, einen Pilot-Cannabis-Club zu grün­den, um her­auszufind­en, ob dies als Mit­tel zur Abschaf­fung des Schwarz­mark­ts der Droge dienen würde. Die Städte planten, inner­halb von vier Jahren ins­ge­samt 2.000 Mit­glieder in das Pilot­pro­jekt einzubeziehen.

Sie wur­den jedoch bald ein Jahr später vom Bun­de­samt für öffentliche Gesund­heit unter dem Argu­ment der Abwe­sen­heit der Rechts­grund­lage für die Grün­dung solch­er Clubs geschlossen.

Trotz des Ver­suchs, das Gesetz durch einen von Mit­gliedern bei­der Par­la­mentskam­mern unterze­ich­neten Antrag zu ändern, lehnte der Nation­al­rat dies ab, weshalb die Schweiz­er Cannabis-Sozial­clubs derzeit nur ein Plan auf dem Papi­er bleiben.

Cannabis in die Schweiz bringen

Schweiz­er dür­fen Pro­duk­te aus legalem Cannabis mit einem THC-Gehalt von unter einem Prozent ins Land brin­gen oder enthal­ten

Die Regeln ändern sich in Abhängigkeit von zwei Fak­toren, die sich auf das importierte Pro­dukt beziehen: 1. wenn der Import für pri­vate oder kom­merzielle Zwecke erfol­gt, und 2. was der Pro­duk­t­typ ist, d. H. Blu­men, Samen, Extrak­te, Öle, Lebens­mit­tel, Kos­meti­ka usw.

Die Bun­deszol­lver­wal­tung wird von den­jeni­gen kon­tak­tiert, die sich fra­gen, ob sie ein bes­timmtes Pro­dukt auf Cannabis­ba­sis in die Schweiz brin­gen kön­nen, da sie dies­bezüglich zusät­zliche Regeln haben.

Import von Cannabis-basierten Medikamenten in die Schweiz

Das einzige Medi­z­in­pro­dukt, das THC enthält und legal in die Schweiz gebracht wer­den kann, ist Sativex, ein dort zuge­lassenes Pro­dukt, das sowohl Tetrahy­dro­cannabi­nol (THC) als auch Cannabid­i­ol (CBD) enthält.

Wie bei anderen Arzneimit­teln, die in der Schweiz nicht ver­botene Sub­stanzen enthal­ten, kön­nen diejeni­gen, die an ein­er Krankheit lei­den, solche Arzneimit­tel für eine max­i­male Behand­lungs­dauer von einem Monat mit­brin­gen.